Germanen: Traum-Debüt und Verletzungs-Pech beim Auswärtssieg in Eisleben

SVG-Coach Frank Heinzelbecker
Quelle: Fotostudio Dämmer

Karlsruhe/Weingarten (ps). Gelungener Start für die Germanen ins neue Jahr! Ihre erste Auswärtsfahrt 2018 führte die Weingartener am Samstag ins rund 400 Kilometer entfernte Eisleben, wo sie einen erfreulichen 18:12-Erfolg feiern und so ihre weiße Weste gegen das noch punktlose Tabellenschlusslicht der Deutschen Ringerliga wahren konnten.

Dabei hatte der Abend in der Lutherstadt für die Germanen schlecht begonnen. Vugar Ragimov kassierte im vorgezogenen Kampf der Klasse bis 66 kg griechisch-römisch eine weitere – in dieser Höhe aber nicht erwartete – 2:20-Niederlage gegen Manrikos Theodoridis und auch Alexandru Chirtoaca zog gegen Ibragim Ilyasov mit 0:7 den Kürzeren. Der Druck auf die Weingartener war vor der mit Spannung erwarteten Premiere von Superschwergewicht Magomedgadji Nurasulov also schon enorm. Doch der Russe ließ sich nicht beirren, zeigte zahlreiche technische Raffinessen, lag nach knapp zwei Minuten schon mit 14:0 in Führung und legte den chancenlosen Adam Varga dann auch noch auf die Schultern. Ein bärenstarker Einstand von Nurasulov im Germania-Dress! Nicht weniger beeindruckend war einmal mehr der Auftritt von Alejandro Valdes. Weingartens kubanische Freistil-Rakete fertigte Eislebens Joszef Molnar mit 16:0 ab und schaffte im fünften Saisonkampf den fünften Sieg durch technische Überlegenheit. Auch Maksim Safaryan verließ als Sieger die Matte, heimste mit seinem 6:0-Sieg über Dejan Franjkovic zwei weitere Mannschaftszähler für die Gäste ein.

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Nach der Pause geriet der anvisierte fünfte Saisonsieg der Germanen allerdings nochmal in Gefahr. Zunächst unterlag William Harth dem ehemaligen Europameister und zweimaligen WM-Dritten Pavlo Oliynik aus der Ukraine mit 0:1, dann hatte auch sein jüngerer Bruder Georg Harth beim 2:2 gegen Zsombor Gulyas aufgrund einer höheren Einzelwertung seines Kontrahenten knapp das Nachsehen. Gänzlich unerwartet traf die Weingartener aber vor allem die Niederlage von Jan Fischer. Der Routinier lag gegen Petar Balo bereits mit 6:0 vorne, ehe er sich einen Muskelfaserriss in der Wade zuzog und verletzt aufgeben musste. Ein bitterer Rückschlag für den ehemaligen Köllerbacher – und nicht einkalkulierte Punkte für Eisleben. Umso wichtiger, dass Adam Juretzko (gegen Marcus Breitschuh) und Georgii Rubaev (gegen Kamal Malikov) ihren Favoritenrollen in den abschließenden Duellen des Abends nicht nur gerecht wurden, sondern auch die Maximalausbeute mitnahmen. Beide siegten durch technische Überlegenheit und machten den vierten Auswärtssieg der Germanen in der laufenden Saison somit perfekt.

Ihren letzten Heimkampf in der Premieren-Runde der DRL bestreiten die Weingartener am kommenden Samstag gegen den ASV Nendingen, eine Woche später sind sie dann nochmal beim KSV Ispringen zu Gast.

Die Einzelergenisse im Überblick:

59G: Ibragim Ilyasov – Alexandru Chirtoaca 7:0 (2:0)
130F: Adam Varga – Magomedgadji Nurasulov 0:14 (0:4, SS Gast)
66F: Joszef Molnar – Alejandro Valdes Tobier 0:16 (0:4, TÜ)
98G: Dejan Franjkovic – Maksim Safaryan 0:6 (0:2)
66G: Monrikos Theodoridis – Vugar Ragimov 20:2 (4:0, TÜ)
98F: Pavlo Oliynik – William Harth 3:1 (1:0)
75F: Zsombor Gulyas – Georg Harth 2:2 (1:0)
86G: Petar Balo – Jan Fischer 0:6 (4:0, Aufgabe Gast)
75G: Marcus Breitschuh – Adam Juretzko 0:17 (0:4, TÜ)
86F: Kamal Malikov – Georgi Rubaev 0:15 (0:4, TÜ)
Endergebnis: 12:18