LIONS stark in Chemnitz – erster PlayOff-Sieg geht trotzdem an die NINERS

Karlsruhe (ps). Alles in allem verdient, aber sicher etwas zu deutlich – so kann man den 89:77-Sieg der NINERS Chemnitz gegen die PS Karlsruhe LIONS im ersten PlayOff-Duell am 6. April treffend umschreiben. Der Hauptrundensieger der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA musste jedoch alles geben, denn die LIONS, die als Achtplatzierte den Sprung in die Meisterschaftsrunde gerade so geschafft hatten, zeigten beherzte und zeitweise hochklassige Gegenwehr.

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Nach verhaltenem Start gehörte das erste Viertel den Karlsruher Korbjägern, die vieles richtig machten, indem sie ihr typisch schnelles Spiel aufzogen und den NINERS im Gegenzug wenig Gestaltungsraum ließen. Diese lagen somit – etwas überraschend – nach den ersten zehn Minuten mit 10:18 zurück. Doch die Gastgeber kamen in der Folge besser ins Spiel und übernahmen Mitte des zweiten Viertels die Führung. Den LIONS gelang es allerdings, dem Druck standzuhalten und ihrerseits eigene Akzente zu setzen. Aber wenige Minuten vor der Halbzeit ging die klare Linie im Karlsruher Spiel verloren und die NINERS lagen dank eines 12:3-Laufs kurz vor dem Gang in die Kabinen mit 45:41 in Front. Auch in Hälfte zwei hielten die LIONS spielerisch gut mit, aber Chemnitz kam zunehmend zu einfachen Punkten und schien in dem auf hohem Niveau geführten Duell langsam die Oberhand zu gewinnen. Karlsruhe bewies allerdings Moral, denn nachdem die Hausherren in Minute 27 auf acht Punkte davongezogen waren, starteten die LIONS einen Run und verkürzten den Rückstand zur letzten Pause auf einen Punkt. Mit 67:66 ging es ins vierte Viertel, in dem sich bereits ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Sieg abzeichnete. Nun zahlte sich für die NINERS deren tief besetzter Kader aus, während das Löwenrudel aufgrund der hohen Foulbelastung seiner deutschen Spieler zunehmend Probleme in der Rotation bekam und zudem in den entscheidenden Situationen unter dem gegnerischen Korb nicht mehr treffsicher genug war. Es gelang den LIONS zwar, den angewachsenen Rückstand drei Minuten vor Spielende nochmals auf fünf Punkte zu verkürzen, doch die NINERS zeigten sich in der Crunchtime effektiver, was ihren Sieg rechtfertigte, auch wenn das Endergebnis nicht ganz den lange Zeit spannenden Spielverlauf widerspiegelte. Zweistellig für Karlsruhe punkteten Dominique Johnson (12 Punkte), Carl Ona Embo (12), Filmore Beck (12) sowie Davonte Lacy (11).

Die LIONS nehmen nichts Zählbares aus Sachsen mit und stehen im zweiten Spiel der Best-of-five-Serie am kommenden Mittwoch, dann in der heimischen Europahalle, bereits unter Zugzwang. Doch das Team von Headcoach Ivan Rudež hat gegen die aktuell stärkste Mannschaft der Liga intelligent sowie kampfstark aufgespielt und sich damit sehr gut verkauft. Somit bleibt abzuwarten, ob die Basketballfans in Nordbaden in dieser Saison nicht doch noch einmal Grund zum Feiern haben werden.