Plötzlich KSC-Gegner statt nur Relegations-Zuschauer

Dennis Kempe damals noch im KSC-Dress gegen Werder Bremen

Karlsruhe/Aue (mia). „Solche Geschichten schreibt nur der Fußball“, erklärt Ex-KSCler Dennis Kempe, der zu Beginn der Saison vom Karlsruher SC zu Erzgebirge Aue gewechselt war. Noch am Samstag beim Spiel gegen Jena hatte er mit KSC-Innenverteidiger Daniel Gordon ausgemacht, man sehe sich in der Relegation – Kempe allerdings als Zuschauer auf der Tribüne. Gordon sollte ihm Karten besorgen.

Am Sonntag, Kempe war gesperrt, verlor Erzgebirge unglücklich, gegen Darmstadt und musste trotz Einspruchs des Vereins beim DFB in die Relegation. So kehrt Kempe als Gegner statt als Zuschauer in den Wildpark, wo er sechs Jahre beim KSC gespielt hatte.

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Besonderes Spiel

Für Kempe wird es ein „besonderes Spiel“, die Familie wohnt noch in Karlsruhe, er hat einige Verbindungen noch in die Fächerstadt. Aber am Freitagabend gilt alle Aufmerksamkeit und Konzentration auf sein Team, auf Erzgebirge Aue.  „Ich werde für Aue alles geben. Wir nehmen die ganze positive Energie mit“, erklärt er.

Denn Platz 16 spiegelt nicht die Leistung der Auer wider. „Wir haben eine richtig gute Rückrunde gespielt und 40 Punkte geholt. Das hätte normal gereicht. Nur dieses Jahr nicht“, weiß Kempe um die Stärken der Auer.

 

Zuhause eine Macht

Auch der KSC habe seine Stärken und man sei gewarnt im Erzgebirge. Aber: „Wir wissen was wir können. Gerade zuhause haben wir gute Leistung gezeigt“, erklärt der Ex-Karlsruher dass ihm „nicht Bange“ wird. „Die Art und Weise, wie wir die Spiele bestritten haben war gut. Es fehlte die Effektivität offensiv und defensiv.“

Dass der KSC sich im Vorteil wiegt, da man „ohne Druck“ in zwei zusätzliche Spiele geht, wie es KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer erklärte, sieht Kempe nicht so. „Wir haben keinen Grund nervös zu sein oder unsicher. Wir vertrauen auf unsere Stärken und behalten das bei. Wir machen keine verrückten Dinge“, freut er sich auf die beiden Spiele.

„Es gibt nichts schöneres als noch einmal zwei Spiele zu haben und das vor ausverkauftem Haus.“ Besonders, dass Aue zuerst zum KSC müsse, sei ein Vorteil. Denn, „wenn wir ein Tor machen, dann muss der KSC bei uns zuhause erst mal eines machen. Da sind wir eine Macht!“