Wieder bis zum Ende gekämpft, wieder keine Siegpunkte – LIONS unterliegen in Paderborn

PSK Lions Foto: TMC-Fotografie

Die PS Karlsruhe LIONS haben auch die zweite Partie der noch jungen Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA verloren. Zwischenzeitlich nahezu hoffnungslos in Rückstand, schaffte das Löwenrudel am 24. Oktober bei den Uni Baskets Paderborn mit einem starken Comeback fast noch die Wende. Nach 40 aufregenden Minuten lautete der Endstand jedoch 86:75 für die Gastgeber.

Die Uni Baskets waren in der Vorwoche ebenfalls mit einer knappen Niederlage in die Saison gestartet und zeigten sich vor etwa 600 Zuschauern in der heimischen Halle entsprechend motiviert, die ersten Siegpunkte einzufahren. Bereits nach einer Spielminute stand es 6:2 für die Gastgeber, die sich aber in der Folge nicht absetzen konnten. In einem interessanten ersten Viertel kämpften sich die LIONS nach sieben Minuten auf 17:17 heran, wurden dann allerdings von einem 10-Punkte-Run der Hausherren kalt erwischt. Immerhin gelang Antonio Pilipovic zeitgleich mit der Sirene noch ein Dreier zum 27:20-Pausenstand. Auch in Durchgang zwei blieb Paderborn zunächst tonangebend und erhöhte seinen Vorsprung zwischenzeitlich auf 17 Punkte. Doch während den Uni Baskets die erste Hälfte des zweiten Viertels gehörte, fanden die LIONS wieder ins Spiel zurück, nachdem sie mehrfach Nachlässigkeiten in der ansonsten aggressiven und stabilen Defense Paderborns ausnutzten. Erstmals an diesem Abend gelang es dem Löwenrudel, die Initiative zu übernehmen und den Gegner unter Druck zu setzen. Mit einem 10:1-Lauf kurz vor der Halbzeit verkürzte Karlsruhe den Rückstand auf 45:37 und wahrte damit seine Chancen. Nach Wiederbeginn sah es zunächst so aus, als ob die LIONS ihre Aufholjagd würden fortsetzen können. In Minute 24 betrug der Vorsprung der Hausherren nur noch sieben Punkte. Doch wenig später starteten die Uni Baskets erneut einen Run, um mit zehn Punkten in Folge wieder insgesamt 20 Zähler zwischen sich und die LIONS zu bringen – bei noch elf verbleibenden Spielminuten. Insgesamt agierte Karlsruhe im dritten Viertel zu zögerlich und handelte sich zudem schnell fünf Teamfouls ein, was immer wieder zu einfachen Punktgewinnen durch Freiwürfe für Paderborn führte. Der Stand von 66:48 zu Beginn des Schlussabschnitts machte wenig Hoffnung, dass die Siegpunkte nach Karlsruhe gehen würden. Zunächst sah es so aus, als würden die Uni Baskets das Ergebnis relativ bequem verwalten können. Doch die LIONS gaben sich wie schon in der Vorwoche beim Spiel gegen die Artland Dragons nicht auf und standen kurz davor, sich für ihren couragierten Auftritt zu belohnen. Denn mit einem 11-Punkte-Run, ausgehend von einem Spielstand von 81:64, wurde es mit 81:75 bei noch verbleibenden 57 Sekunden plötzlich spannend. Letztendlich gelang die Wende nicht mehr und Paderborn behielt insgesamt verdient mit 86:75 die Oberhand.

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Wie schon gegen die Dragons hatte das Spiel der LIONS ansprechende Phasen. Auch die engagierte Einstellung wusste zu gefallen. Aber das Team machte über das gesamte Spiel hinweg erneut zu wenig aus seinen Chancen und versäumte es so, wichtige Punkte zu sammeln, die am Ende fehlten. Daniel Norl lieferte eine starke Vorstellung ab. Mit insgesamt 23 Punkten und sieben verwandelten Dreiern bei einer Trefferquote von 64 % war er Topscorer der LIONS. Kavin Gilder-Tilbury (16) und Antonio Pilipovic (11) punkteten ebenfalls zweistellig.